5 Tipps, wie Du Deinen Hund “indoor” beschäftigen kannst

Hund spielt

…hust, hust, schnupf, schnupf…jetzt hat’s auch mich erwischt. Kurz mit dem Hund raus Gassi und gleich wieder mit einem Tee aufs Sofa unter die warme Decke. Ein bisschen schlafen, ein bisschen lesen, ein bisschen fernsehen. Aber lang dauert’s nicht und Hündchen sieht mich mit treuherzigem Blick an – nach dem Motto: „Frauli, wie sieht’s denn aus mit einer ausgedehnten Gassi-Runde? Mir ist doch sooo langweilig.“

Wenn Du also krank bist oder der Regen nicht abreißen will, dann beschäftige doch Deinen Hund in der Wohnung. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, um ihn körperlich und geistig auch in der warmen Stube auszulasten und zu fordern.

Hier sind 5 Tipps, wie Du Deinen Hund “indoor” beschäftigen kannst

1) Fordere die Nase Deines Hunde mit einem Suchspiel

Verstecke mehrere Leckerlis in Deiner Wohnung und lass’ Deinen Hund suchen. Pass lediglich darauf, dass sie nicht so versteckt sind, dass dabei Vasen oder sonstige Gegenstände zu Bruch gehen können. Du kannst auch eine Decke zerknüllen oder eine alte Hose mit Löchern verwenden und darin Leckerlis verstecken.
Oder Du nimmst eine größere Kiste, befüllst sie mit Stofftragetaschen, Stofffetzen und zerknülltem Papier und versteckst dazwischen Leckerlis oder Trockenfutter, das gesucht werden muss.

Suchspiel

2) Bring Deinem Hund einen Trick bei

Zum Beispiel den Hundetrick „Verbeug Dich“, nach dem Motto “Brust runter, Hintern in die Höh.” Und so funktioniert es: Halte dem Hund ein Leckerli vor die Nase und führe es langsam nach unten und hinten, also in Richtung Brust des Hundes. Der Hund folgt dem Leckerli mit der Schnauze idealerweise in die Verbeugungsstellung und bekommt dann sein Leckerli. Du kannst am Anfang deinen Hund mit einer Hand hinten unter dem Bauch dabei unterstützen den Hintern oben zu lassen. Als zweite Möglichkeit kannst Du es auf folgende Art probieren: Setz Dich auf den Boden und stelle ein Bein so auf, dass der Hund unten durch kriechen müsste. Der Hund steht vor dem Bein. Halte ihm ein Leckerli vor die Nase und führe es nach unten und halb durch Dein Bein hindurch. Gerade so, dass der Hund mit der Brust auf dem Boden ist, mit dem Hinterteil aber noch steht. Belohnen ihn dafür. Auch hier kannst Du Deinen Hund anfangs mit einer Hand hinten unter dem Bauch dabei unterstützen den Hintern oben zu lassen. Wenn er diesen Knicks brav macht, führe ein Kommando und ein Handzeichen ein und übe so lange, bis es auch ohne Leckerli funktioniert.

3) Apportierspiele

Apportieren ist ursprünglich ein Begriff aus der Jagd und bezeichnet das Herbeischaffen von erlegtem Wild zum Jäger. Heute versteht man unter Apportieren generell das Heranbringen von Gegenständen wie Stöcken, Bällen oder Spielzeug durch den Hund. Beim Apportieren, kann man die Kommandos „Bring, Gib“ trainieren. Hierbei kann man z.B. Spielzeug oder andere Gegenstände vom Hund aufheben und sich bringen lassen. Dabei musst Du zuerst beim Hund das Interesse am Gegenstand wecken. Ist der Hund auch deutlich interessiert, wirf das Dummy ein Stück weg und lassen den Hund mit „Bring“ hinterherrennen. Hat er den Gegenstand aufgenommen, lobe ihn und locke ihn zu Dir. Lobe ihn auch für das Halten. Dann nimm Deinem Hund das Dummy z.B. mit “Gib” oder „Aus“ ab und belohne ihn abermals. So verknüpft der Hund bald, dass es sich lohnt, wenn er es holt und Ihnen in die Hand legt. Das Apportieren muss in viele kleine Trainingseinheiten unterteilt werden.
Für Fortgeschrittene: lass’ Deinen Hund sitzen und wirf einen Gegenstand/Dummy. Ziel ist, dass Dein Hund sitzen bleibt und den Gegenstand erst holt, wenn Du das Kommando “Bring” gibst. So bringst Du Deinem Hund sowohl Geduld als auch Gehorsam bei.

4) Das Becherspiel

Das Becherspiel trainiert Nase, Geduld und Gehorsam gleichzeitig. Hierfür benötigst Du drei Becher und Leckerlis. Starte zuerst mit einem Becher. Lass Deinen Hund vor Dir sitzen und lege unter dem Becher eine Belohnung, sodass der Hund es sehen kann. Fordere ihn nun auf, sich das Leckerli zu holen. Schnuppert der Hund am Becher, stoßt ihn um oder berührt ihn mit der Pfote, dann darf er das Leckerli fressen und wird ausgiebig gelobt. Diese Übung kannst Du solange wiederholen, bis der Hund verstanden hat, dass es unter dem Becher etwas fressbares gibt und er beim Schnüffeln oder stoßen des Bechers, das Leckerli bekommt und gelobt wird. Die gleiche Übung kannst Du nun mit zwei Bechern machen. Der Hund sitzt wieder vor Dir, so dass er sehen kann wo genau das Leckerli versteckt wird. Die Becher kannst Du mit etwas Abstand nebeneinander stellen. Dann kannst Du ihn wieder auffordern das Leckerli zu holen. Wenn er gleich beim ersten Mal den richtigen Becher anschnüffelt oder anstoßt, dann wird er reichlich gelobt und darf das Leckerli essen. Geht er zum falschen Becher, so reagiere gar nicht darauf und warte bis er zum richtigen Becher geht, um ihn dann zu loben und mit dem Leckerli zu belohnen. Sobald er dieses gut beherrscht, kann man auf drei und mehr Becher umsteigen und später auch die Becher verschieben. Aber überfordere Deinen Hund nicht.

5) Spielzeug aus dem Handel

Zwar nicht kostenfrei, aber auch sehr effizient, können Spielzeuge aus dem Handel sein. Hier gibt es zB. diverse Intelligenzspielzeuge für Hunde, die man auch online bestellen kann oder zB. das Kong Zahnhygienespielzeug, worin man Leckerlis versteckt und einklemmt. Auch damit sind unsere Vierbeiner eine Weile beschäftigt.

Na denn, probiert das eine oder andere Spiel aus und seht, was Euch beiden am meisten Spass macht. Ihr werdet zumindest eine Zeit lang damit beschäftigt sein…und keine Bange: der nächste Frühling kommt bestimmt 😉