Nach dem Bad ist vor dem Bad

Hund

Viele Hunde lieben den Sprung ins kühle Nass. Doch beim Baden im Freien ist auch bei Vierbeinern Vorsicht geboten. Gerade in der heißen Jahreszeit kann es, vor allem in stehenden Gewässern, zu einem erhöhten Bakterien- und Algenwachstum kommen. Diese Mikroorganismen stören den Säureschutzmantel und die normale Bakterienflora auf der Hundehaut. Die Folge sind Hautirritationen und allergische Reaktionen. In manchen warmen Gewässern lauern außerdem Zerkarien. Das sind die winzigen Larven der Saugwürmer. Aus Sicht der Wurmlarven sind Menschen und Hunde zwar Fehlwirte, trotzdem bohren sich diese Larven in die Haut, sterben dort ab und verursachen unangenehme, juckende Quaddeln. Daher ist es ratsam, den Hund auch im Sommer regelmäßig zu pflegen. Eine gründliche Reinigung beseitigt nicht nur die Bakterien, sondern auch den intensiven Geruch, den Hundewasserratten im Sommer gerne annehmen. Nach einem Bad in Salzwasser oder einem Besuch am Strand, ist es ebenfalls sinnvoll, den Hundekörper vom Salz und Sand zu befreien. Besonders Hunde mit empfindlicher Haut können sehr unter den Folgen leiden.

Bei welchen Gewässern ist Vorsicht geboten?

Vorsicht ist vor allem bei Gewässern, die kurz vorm „Umkippen“ sind, geboten. Diese Gewässer sind meist grünlich und riechen stark. Bei Blaualgenblüte sollte dein Vierbeiner keinesfalls schwimmen gehen. Einige Blaualgen sind sehr gefährlich und können eine tötliche Vergiftung hervorrufen. Gewässer, die von Wasservögeln besucht werden und Wasserschnecken enthalten, sollten ebenfalls vermieden werden. Diese können Zerkarien beherbergen. Falls der Hund doch ins Wasser gehüpft ist, hilft oftmals die schnelle und gründliche Dusche. Bitte dem Hund zuliebe auf eine angenehme Wassertemperatur achten. Falls der Hund doch mit Hautrötungen oder Pusteln reagiert, ist der rechtzeitige Gang zum Tierarzt empfehlenswert. Besonders häufig nach dem Bad in nicht ganz klaren Gewässern werden Hot Spots diagnostiziert.

Was ist das?

Hot Spots sind kleine rote Flecken und Pusteln, die oft eitrig sind und massiv jucken. Sie werden durch eine Immunreaktion gegen bestimmte Organismen und Bakterien auf der Haut ausgelöst. Diese Bakterien vermehren sich vorzugsweise im feuchtwarmen Milieu, daher sind oft die Achselhöhlen und der Leistenspalt des Hundes zuerst betroffen. Durch den starken Juckreiz kratzen und lecken sich die Tiere wund und tragen weitere Bakterien in die Wunden. Wenn Du einen Hot Spot entdeckst, suche rasch einen Tierarzt auf.